IHRE ELTERN

"Die Eltern der heiligen Therese sind ein Beispiel der Heiligkeit und des
Ehelebens."
 (Papst Franziskus)

Wie könnten wir heute zu dieser großen Heiligen aus Lisieux beten, wenn nicht ihre Eltern gewesen wären, die für diese Heiligkeit mit verantwortlich sind? Besonders sie haben Theresia zu dem gemacht, was sie bis heute für uns ist: Freundin, Schwester, Weggefährtin, Fürsprecherin.

Louis Martin und Azélie Guérin heirateten am 13.07.1858 in der Kathedrale Notre-Dame in Alencon. Aus dieser Ehe gingen neun Kinder hervor, von denen 4 im Säuglings- bzw. Kindesalter leider verstorben sind.

 

  • Marie-Louise (22.02.1860 - 19.01.1940), Patin von Theresia und später Schwester Marie du Sacré-Coeur im Karmel von Lisieux;

  • Marie-Pauline (07.09.1861 - 28.07.1951), später Mutter Agnès de Jésus im Karmel von Lisieux;

  • Marie-Léonie (03.06.1863 - 16.06.1941), später Schwester Francoise-Thérèse in der Heimsuchung von Caen;

  • Marie-Hélène (03.10.1864 - 22.02.1870);

  • Marie-Joseph (20.09.1866 - 14.02.1867);

  • Marie-Jean-Baptiste (19.12.1867 - 24.08.1868);

  • Marie-Céline (28.04.1869 - 25.02.1959), später Schwester Geneviève de la Sainte-Face im Karmel von Lisieux;

  • Marie-Mélanie-Thérèse (16.08.1870 - 08.10.1870);

  • Marie-Francoise-Thérèse (02.01.1873 - 30.09.1897), später Schwester Theresia vom Kinde Jesus und vom Heiligen Antlitz im Karmel von Lisieux.

Die Eltern der heiligen Therese, Louis und Zélie Martin, wurden am 19. Oktober 2008 in der Basilika "Sainte Thérèse " in Lisieux selig- und am 18. Oktober 2015 in Rom von Papst Franziskus heiliggesprochen.

Das Video zur Heiligsprechung finden Sie hier.

Am 12. und 13. Juli 2018 beging der heilige Bezirk von Alençon den 160. Jahrestag der Eheschließung von Louis und Zélie Martin, die sich in der Basilika dieser schönen Stadt am 12. Juli 1858 ihr Ja-Wort gaben.
Durch ihr vorbildliches Ehe- und Familienleben sind sie vom Vatikan als verehrungswürdig anerkannt.

"Zur Gottesliebe, zum Geist des Glaubens und der Hoffnung kam im Charakter meines Vaters eine ungeheuer große Liebe zum Nächsten. Das war seine bemerkenswerteste Tugend."
Céline Martin

"Unsere Mutter war die Selbstverleugnung in Person, mit großem Mut begabt, ein außergewöhnlich energischer Charakter. Sie hatte ein sehr feinfühliges und gütiges Herz und lebte in ständiger Hinwendung zu Gott, in den sie ein wahrhaft heldenhaftes Vertrauen setzte."
Die Schwestern der heiligen Therese

Gebete zu den Heiligen Eltern

Sowohl das alltägliche Gebet und die tägliche Feier der Eucharistie bestimmten das Familienleben von Louis und Zélie Martin.
Dieses Vertrauen im Gebet gaben sie an ihre Kinder weiter. Nicht ein einziger Schicksalsschlag hätte die Familie im Beten erschüttern können, im Gegenteil, je mehr sie erdulden musste, umso mehr klammerte sie sich ans Beten, ans Gespräch mit Gott.
So schrieb Zélie Martin in ihrer Korrespondenz oft vom Beten und der Wirkung des Gebetes.


Hier einige Beispiele:

  • Bete, und du wirst vom Strom (gemeint ist schlechter gesellschaftlicher Einfluss) nicht mitgerissen. (Brief an ihren Bruder Isidore am 1.1.1863)

  • Bete ein Ave-Maria zur Heiligen Jungfrau. Du wirst sehen, dass sie dich auf ganz besondere Weise beschützen wird. (Brief an ihren Bruder Isidore am 1.1.1863)

  • Léonie ist sehr lieb und ganz nett kräftig. Es ist eine Tatsache, dass sie nie mehr krank war, seit meine Schwester eine Novene zur seligen Marguerite-Marie gehalten hat, die im September heiliggesprochen wurde. (Brief an ihren Bruder am 27. Juni 1865)

  • Wenn du nächsten Freitag, am Fest der Unbefleckten Empfängnis, in Notre-Dame-des-Victoires eine Kerze anzünden könntest, wäre ich dir sehr dankbar. Ich halte eine Novene, damit meine kleinen Töchter, Léonie und Hélène, gesund werden. (Brief an ihren Bruder am 3.12.1865)

  • Heute habe ich den kleinen Joseph gesehen (gemeint ist bei der Amme); er war fast 14 Tage krank. Es geht ihm viel besser, aber er hat sehr abgenommen und ist daher nicht sehr robust. ( ) Ich möchte, Gott ließe ihn mir, und bete und flehe darum jeden Tag. (Brief an ihren Bruder am 14.2.1868)

  • Mein lieber kleiner Joseph ist heute Morgen um 7 Uhr gestorben. Ich war allein bei ihm. Er hat eine Nacht qualvoller Schmerzen durchgemacht, und ich betete weinend um seine Erlösung. (Brief an ihren Bruder am 24.8.1868)

  • Ich habe die Klarissen um Gebet für Vater gebeten. (Brief an ihren Bruder am 1.11.1868)

Hier finden Sie verschiedene Gebete, eine Novene und Fürbitten.

Reliquien der heiligen Eltern der heiligen Therese, Louis und Zélie Martin, kamen nach Deutschland und Österreich

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